Kunststofffenster sind wahre Allrounder

Kunststofffenster

Auf der Suche nach neuen Fenstern kommt man an den Kunststofffenstern kaum vorbei. Sie sind preisgünstig, effizient und vielfältig. Kein Wunder also, dass die meisten in Deutschland verbauten Fenster mit einem Kunststoffrahmen versehen sind. Selbst die Wartung der Kunststofffenster ist nahezu nicht erwähnenswert.

Kunststofffenster entstehen in der Regel aus Polyvinylchlorid, kurz PVC. Dieser Werkstoff lässt sich sehr einfach verarbeiten, gilt als robust und flexibel. Damit der Kunststoffrahmen eine hohe Stabilität erhält, wird er meist mit Aluminium, Stahl oder Glasfaserstoffen versehen. Der Rahmen selbst wird in der Regel in mehrere Kammern unterteilt, die unter anderem mit Luft gefüllt sein können. Durch diese Kammern wird die Wärmedämmung des Kunststofffensters verbessert, denn Kunststoff gilt generell als schlechter Wärmeleiter.

Kunststofffenster und die Energieeffizienz

Wichtigster Punkt beim Fensterkauf ist heute die Energieeffizienz. Das hat nicht nur mit der eigenen Sparsamkeit zu tun, sondern ebenso mit gesetzlichen Vorschriften, die etwa die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorsieht. Generell dürfen neu eingebaute Fenster heute nur bestimmte U-Werte erreichen, wenn mehr als 20 Prozent der Fensterflächen eines Hauses erneuert werden. Dabei gelten folgende Grenzwerte:

  • Klassische Fenster – max. U-Wert von 1,3 W/m²K
  • Dachflächenfenster – max. U-Wert von 1,4 W/m²K
  • Passivhausfenster – max. U-Wert von 0,8 W/m²K

Der U-Wert, auch bekannt als Wärmedurchgangskoeffizient, lässt sich in insgesamt drei U-Werte unterteilen:

  1. Ug-Wert = U-Wert für die Verglasung
  2. Uf-Wert = U-Wert für den Rahmen
  3. UW-Wert = U-Wert für das gesamte Fenster

Entscheidend beim Kauf neuer Kunststofffenster ist der UW-Wert, der oben genannte Grenzwerte nicht überschreiten sollte. Er setzt sich zusammen aus dem Ug– und dem Uf-Wert.

Kunststofffenster mit unterschiedlichen Verglasungen denkbar

Doch nicht nur beim U-Wert können große Unterschiede auftreten. Kunststofffenster sind auch mit verschiedenen Verglasungen denkbar. Beliebt sind spezielle Wärmeschutzverglasungen oder auch die Ausführung als Passivhausfenster. Meist werden dann Mehrfachverglasungen eingesetzt, die aus zwei oder auch drei Einzelscheiben bestehen. Bei modernen Kunststofffenstern wird der Scheibenzwischenraum mit Edelgasen befüllt, häufig mit Argon. Diese sollen die Wärmedämmung des Fensters weiter verbessern.

Damit die einzelnen Glasscheiben stets den richtigen Abstand zueinander behalten, werden Abstandshalter eingesetzt. Sie können aus Aluminium oder Kunststoff bestehen. Letztere Variante verhilft dazu, noch mehr Energie einzusparen, da Kunststoff auch hier als schlechter Wärmeleiter gilt.

Ebenfalls können Kunststofffenster mit Schallschutzgläsern versehen werden. Auch diese bestehen aus mehreren Einzelscheiben, die allerdings eine unterschiedliche Dicke aufweisen. Deshalb spricht man auch vom asymmetrischen Aufbau der Schallschutzfenster. Die verschiedenen Dicken der einzelnen Scheiben absorbieren unterschiedliche Tonfrequenzen, so dass möglichst viele Geräusche von außen abgehalten werden können.

Kunststofffenster als Einbruchschutz Fenster

Außerdem gibt es Kunststofffenster als spezielle Einbruchschutz Fenster. Sie sind dann meist mit bestimmten Sicherheitsbeschlägen versehen. Bewährt haben sich Pilzkopfzapfenverriegelungen, die aus zwei Teilen, jeweils blendrahmen- und flügelseitig angebracht, bestehen. Sie verkeilen sich beim Schließen des Fensters ineinander und erschweren das Aufhebeln des Fensters deutlich. Beim Kauf der Kunststofffenster als Einbruchschutz Fenster sollte darauf geachtet werden, dass die Sicherheitsbeschläge und Pilzkopfzapfenverriegelungen möglichst umlaufend um das gesamte Fenster angebracht sind.

Zusätzlich können die Einbruchschutz Fenster aus Kunststoff mit Sicherheitsglas ausgestattet werden. Es verhindert ein zu starkes Splittern beim Einschlagen des Glases, wodurch die Verletzungsgefahr minimiert wird. Zwischen innerer und äußerer Scheibe befindet sich zudem häufig eine hochelastische Sicherheitsfolie, so dass selbst durch die eingeschlagene Außenscheibe nicht nach innen gegriffen werden kann.